Über Jahrzehnte haben die Amerikaner die Politik des Westens gegenüber Russland gestaltet. In der bipolaren Ordnung des Kalten Krieges blieb den Westeuropäern nur sehr wenig eigener Handlungsspielraum. Und in den neunziger Jahren waren es die Amerikaner, die die Osterweiterung der westlichen Bündnisse – Nato und EU – machtpolitisch absicherten. Doch mit den neuen EU-Assoziationsabkommen, die Ende November im litauischen Vilnius mit Georgien, der Moldau und der Ukraine unterzeichnet werden sollen, wagen sich die Europäer aus dem Schatten der einstigen Schutzmacht. Im neuen geopolitischen Konflikt, der zwischen europäischen Mächten und Russland um die gemeinsame Nachbarschaft entbrannt ist, ist Amerika nicht mehr gestaltende Kraft, sondern nur noch Zuschauer.

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