«Wir haben nichts erreicht», sagte Lakhdar Brahimi, der im Auftrag der Uno im syrischen Bürgerkrieg vermittelt, nach der letzten Gesprächsrunde. «Wir hatten gerade acht Tage Verhandlungen in Genf. Ich muss leider sagen, dass es keinen Fortschritt gab.» Der amerikanische Aussenminister John Kerry soll hinter verschlossenen Türen Ähnliches von sich gegeben haben. Für Beobachter kommt das nicht überraschend. Asad fühlt sich nicht unter Druck, die Opposition ist zersplittert. Die Voraussetzungen für einen echten Friedensprozess sind nicht gegeben. In den neun Tagen, in denen in Montreux und Genf verhandelt wurde, sind in Syrien mindestens 1870 Menschen durch kriegerische Handlungen umgekommen. Der Friedensprozess, der sich seit 2012 dahinschleppt, hat Syrien dem Frieden nicht nähergebracht. Er hat aber andere, moralisch und politisch weniger hochstehende Zwecke sehr wohl erfüllt.

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