
Die Vergabe der 28 EU-Kommissionsposten ist äußerst kompliziert, denn es muss einen Ausgleich zwischen Konservativen und Sozialisten, Nord und Süd, Männern und Frauen geben.

Die Frage für europäische Mächte ist, ob sie sich nur reaktiv mit dem Nahen Osten beschäftigen wollen oder ob sie versuchen wollen, Entwicklungen frühzeitig mit zu beeinflussen.

Über zwei Jahrzehnte nach Erlangung der Unabhängigkeit strebt die Republik Moldau Richtung Westen. Kann das Land zum europäischen Wohlstands- und Freiheitsniveau aufschließen?

Die Nominierung Junckers wäre ein Sieg jener, die mit den Spitzenkandidaten die Personalie des Kommissionspräsidenten politisiert haben. Das ist keine positive Entwicklung.

Putin hat über die Jahre ein System geschaffen, das ihm alle Machtmittel des Landes zur persönlichen Verfügung stellt. Und doch bleibt Russland insgesamt außerordentlich schwach.

Das Resultat der Europawahlen ist klar. Der Konservative Jean-Claude Juncker müsste ins Amt gewählt werden. Doch mehrere Staatschefs äußerten sich skeptisch über ihn

Die deutsche Außenpolitik ist mehrdeutig. In keinem entscheidenden Politikfeld vermittelt Deutschland ein Bild vollständiger Verlässlichkeit und Berechenbarkeit.

Während Putin seinen Machtbereich ständig weiter auszudehnen sucht, verfängt sich Deutschlands Außenpolitik in moralischen Debatten.

Anstatt sich in einer Mischung aus Druck und Gesprächsbereitschaft zu versuchen, sollte Europa in seinem Verhältnis zu Russland mit einer gewissen Härte auftreten.

Bei der Europawahl 2014 tragen die Wähler viel dazu bei, wer zum nächsten EU-Kommissionspräsidenten wird, haben aber nicht das letzte Wort.

Dem Kreml geht es um autoritäre Kontrolle von Wirtschaft und Gesellschaft; freie Marktwirtschaft und freie, selbständige Menschen bedrohen sein Geschäftsmodell.

Wenn russische Truppen in die Ukraine einmarschieren würden, gäbe es keine militärische Antwort der NATO, noch nicht einmal bedeutende Wirtschaftssanktionen.

Nato-Mitgliedschaft schiebt russischer Expansion einen Riegel vor. Deshalb ist sie so begehrt – und deshalb wird sie so stark vom Kreml bekämpft.

Deutschland muss empfindlich auf die Aggression Russlands reagieren. Es wird auf der Seite der Verlierer stehen, wenn wieder das Recht des Stärkeren gilt.

Am Montag kamen 58 Staats- und Regierungschefs zum Nuclear Security Summit zusammen. Doch der Krim-Konflikt hat die Agenda des Treffens verändert.

Deutschlands und Europas Abhängigkeit von Russland ist wechselseitig. Der Druck, den Moskau auf Europa ausüben kann, ist gar nicht so groß.

Es ist im russischen Interesse, dass die Bedeutung von Grenzen bestehen bleibt, denn eines Tages könnte Russland selbst einem Stärkeren zum Opfer fallen.

Es besteht die Gefahr, dass Russland sich der imperialen Illusion hingibt. Nun liegt es an der internationalen Gemeinschaft, Moskau die Grenzen aufzuzeigen.

Es ist die höchste Zeit für Europa, auf einen echten Friedensprozess in Syrien zu drängen und dabei eine führende Rolle zu spielen.

2014 wird es in Europa weiter kriseln und die Europäer werden weiterhin nicht als Ordnungsmacht fungieren, um das von einem Rückzug Amerikas hinterlassene Machtvakuum zu füllen.